Wie soll man eigentlich bei so viel Technik den Überblick behalten? Unzählige Instrumente, verschiedene Stimmen, diverse Mikrofone, das alles will am Mischpult ins rechte Verhältnis gebracht werden. Unser stellvertretender Tonmann Deanmeister zeigt, wie man mit ein bisschen Phantasie und Kunstverständnis das Chaos umschifft.
Sechshundertfünfzig Kilometer und einen Grenzübergang später befinden wir uns im Chelsea, einem leicht ranzigen aber sympathischen Club mitten in Wien. Was uns beruhigt ist die Tatsache, dass der Raum vor der Bühne auch mit wenigen Leuten gut gefüllt aussehen wird. Irgendwie haben wir im Gefühl, dass das ein netter Gig werden kann.
Doch beim Ausladen passiert ein Missgeschick, das den reibungslosen Ablauf des Abends ernsthaft bedroht: Noodts Keyboard fällt versehentlich runter und will danach einfach nicht mehr angehen! Irgendwas im Inneren des roten Tasteninstrumentes klappert bedenklich. Nicht gut! Während diverse Versuche unternommen werden, am Sonntagabend in Wien irgendwo ein neues Keyboard aufzutreiben, helfen wir uns mit einem kleinen Profi-Trick: Aufschrauben und wieder zuschrauben. Wir haben Glück, denn tatsächlich funktioniert das Teil anschließend, als wär nix gewesen.
Unsere positive Vorahnung bestätigt sich, denn die Leute im Chelsea haben richtig Bock auf uns. Textsicher und tanzfreudig feiern Wiener und zugezogene Berliner eine geile Party mit uns, so dass man sagen kann: Von den bisher fünf Konzerten in Österreich war dieses mit Abstand das coolste!
Yeah, wir sind wieder unterwegs! Mit dem gestrigen Auftakt-Gig in Wien haben wir mit ricoloop zusammen die zweite Etappe der Spieltrieb-Tour eingeläutet. Nach guten zwei Monaten Erholungs-, Family- und Reisepause ist es ein fantastisches Gefühl, wieder auf der Bühne zu stehen.