Von noodt
Tue, 17 Oct 2006 19:05:00 GMT

Als wir nach zwölf Stunden Fahrt gegen Mitternacht in St.Gallen ankommen, spaltet sich die Gruppe in zwei Lager: Die eine Hälfte schaut sich auf dem Festival um und hört sich Blackmail an, bevor der nächste Club aufgesucht und bis morgens um sieben getanzt und getankt wird. Die andere Hälfte chillt im Hotel, wundert sich über die Freizügigkeit des Free TV und testet die Funktionstüchtigkeit der Rauchmelder. Am nächsten Mittag sind die Spuren der Zerstörung in dem ein- oder anderen Gesicht nicht zu übersehen. Da fast alle das Frühstück verpasst haben, schleppen wir uns zum Festivalgelände und starten mit Hilfe des dort vorhandenen Kaffee-Automaten einen Reanimationsversuch, der sogar einigermaßen gelingt.
Aber erstmal gibt es ein freudiges Wiedersehen mit der Martin-Jondo-Band, die wir nicht nur aus Berlin kennen, sondern auch schon auf einigen Festivals im Sommer getroffen haben. Auch heute Abend spielen wir auf dem Talhof-Festival direkt nach Martin Jondo, der ebenfalls gerade auf Tour ist und häufig ein paar Tage vor uns in den gleichen Clubs gespielt hat. Big Up to Martin Jondo and da Ruffcats!
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Von noodt
Tue, 17 Oct 2006 19:03:00 GMT

Als wir am Tag darauf (ausnahmsweise zu früh) in Flensburg ankommen, wird Matze 50 Meter vor dem Club von einem erschreckend sympathischen Polizisten angehalten. In wohlklingendem Norddeutsch fragt er nach den Papieren und möchte gern wissen, ob unser Bus möglicherweise überladen ist. Unweigerlich müssen wir an den Gipfeltrrreffen-Song denken, der eine ähnliche Situation beschreibt. Wir sind aber alle mehr oder weniger nüchtern. Dass allerdings zwei von uns unzulässigerweise im Schlafsack auf dem Bett über der Ladefläche liegen, entgeht dem netten Beamten und seinen beiden im Zivil-PKW lauernden Kollegen zum Glück - wir dürfen weiterfahren.
Da wir etwas Zeit haben, bummeln wir ein bisschen durch die Hafenmeile von Flensburg, bewundern die historischen Schiffchen und schauen uns die niedliche Innenstadt an. Wirklich hübsch hier!
Das Volksbad, wo wir heute spielen, ist uns auf Anhieb sympathisch. Ein kleiner, gepflegter Rockschuppen, der im ersten Stock auch noch über ein so genanntes Künstlerappartement verfügt; in diesem Fall eine recht gemütliche Wohnung mit verschiedenen Zimmern, in denen Sofas, Couchtische und kitschige Bilder zu finden sind. Diese Art der Unterbringung hat natürlich den Vorteil, dass man quasi von der Tanzfläche direkt ins Bett fallen kann. Super!
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