An unserem Off-Tag in Zürich machten wir eine merkwürdige Entdeckung: eine sonderbare Maschine, die Loops von sich gibt und mit der man sich cyber-mäßig durch den Vorgarten ballern kann. Wie das genau aussieht erklären euch Ben und Pensen hier!
Als wir nach zwölf Stunden Fahrt gegen Mitternacht in St.Gallen ankommen, spaltet sich die Gruppe in zwei Lager: Die eine Hälfte schaut sich auf dem Festival um und hört sich Blackmail an, bevor der nächste Club aufgesucht und bis morgens um sieben getanzt und getankt wird. Die andere Hälfte chillt im Hotel, wundert sich über die Freizügigkeit des Free TV und testet die Funktionstüchtigkeit der Rauchmelder. Am nächsten Mittag sind die Spuren der Zerstörung in dem ein- oder anderen Gesicht nicht zu übersehen. Da fast alle das Frühstück verpasst haben, schleppen wir uns zum Festivalgelände und starten mit Hilfe des dort vorhandenen Kaffee-Automaten einen Reanimationsversuch, der sogar einigermaßen gelingt.
Aber erstmal gibt es ein freudiges Wiedersehen mit der Martin-Jondo-Band, die wir nicht nur aus Berlin kennen, sondern auch schon auf einigen Festivals im Sommer getroffen haben. Auch heute Abend spielen wir auf dem Talhof-Festival direkt nach Martin Jondo, der ebenfalls gerade auf Tour ist und häufig ein paar Tage vor uns in den gleichen Clubs gespielt hat. Big Up to Martin Jondo and da Ruffcats!
Als wir am Tag darauf (ausnahmsweise zu früh) in Flensburg ankommen, wird Matze 50 Meter vor dem Club von einem erschreckend sympathischen Polizisten angehalten. In wohlklingendem Norddeutsch fragt er nach den Papieren und möchte gern wissen, ob unser Bus möglicherweise überladen ist. Unweigerlich müssen wir an den Gipfeltrrreffen-Song denken, der eine ähnliche Situation beschreibt. Wir sind aber alle mehr oder weniger nüchtern. Dass allerdings zwei von uns unzulässigerweise im Schlafsack auf dem Bett über der Ladefläche liegen, entgeht dem netten Beamten und seinen beiden im Zivil-PKW lauernden Kollegen zum Glück - wir dürfen weiterfahren.
Da wir etwas Zeit haben, bummeln wir ein bisschen durch die Hafenmeile von Flensburg, bewundern die historischen Schiffchen und schauen uns die niedliche Innenstadt an. Wirklich hübsch hier!
Das Volksbad, wo wir heute spielen, ist uns auf Anhieb sympathisch. Ein kleiner, gepflegter Rockschuppen, der im ersten Stock auch noch über ein so genanntes Künstlerappartement verfügt; in diesem Fall eine recht gemütliche Wohnung mit verschiedenen Zimmern, in denen Sofas, Couchtische und kitschige Bilder zu finden sind. Diese Art der Unterbringung hat natürlich den Vorteil, dass man quasi von der Tanzfläche direkt ins Bett fallen kann. Super!
Tach, stoew hier: Die Jungs sind gerade im Studio und nehmen den ersten Song für das zweite Album auf. Deshalb ist Blogtexte schreibe derzeit nicht möglich. Aus diesem Grunde hat sich Onkel ein Mikro geschnappt und auf der Rückfahrt vom letzten Wochenende einen Audiokommentar zusammengefasst. ACHTUNG: Es gibt kein Garantie und Gewährleistung auf Vollständigkeit! Also wie immer ;-).
In Langenthal waren wir schon im März auf unserer Tour, und die Erinnerungen, die wir an dieses verschlafene Nest haben, sind mitunter durchwachsen. Doch nach dem Pensum der letzten 24 Stunden sind wir dem Wahnsinn schon derart nah, dass es im Prinzip egal ist, ob wir gerade in Langenthal oder irgendwo anders sind.
Gegen vier Uhr sind wir im Hotel, aber lange soll die Nacht nicht dauern, denn um sieben reißt uns der Wecker aus dem Schlaf. Wir müssen weiter Richtung Süden, denn um 15.30h sollen wir in Tufertswil in der Schweiz auf einem Festival auftreten, bei dem so illustre Künstler wie Jamiroquai, Scooter, DJ Bobo und Tokio Hotel vertreten sind. Was für eine Mischung!
Wir sitzen im Bus und natürlich regnet es mal wieder. Eigentlich pisst es, seitdem wir vor sechs Tagen losgefahren sind. Wir hatten uns in den letzten Wochen schon an den Gedanken gewöhnt, künftig ohne Regen zu leben. Aber nun prasselt auf uns herab, was längst überfällig war. Infolge dessen haben wir uns geschworen, nie wieder ohne Regenjacke und feste Schuhe auf ein Festival zu fahren, auch nicht in einem so genannten Jahrhundertsommer.
Der zweite Gig unseres bislang fast durchgehend verregneten Schweizaufenthaltes trieb uns nach Alterswil, einer idyllischen Almlandschaft, in der pro Einwohner im Durchschnitt eine Kuh und zwei Gämse zu zählen sind.
Unser Highwaytiger hatte nach 10 Stunden Dauerregen heftigst zu kämpfen, als wir die letzte Asphaltstrasse hinter uns lassen mussten und offroad-mäßig die matschigen Hügel erklommen. Irgendwann völlig festgefahren, benötigten wir auf den letzten Metern die freundliche Hilfe eines Treckers samt Fahrer, der uns mehr rutschend als rollend zur Zieleinfahrt kutschierte.
Mittlerweile haben wir uns angewöhnt, bei weiter entfernten Gigs schon am Abend davor aufzubrechen, die Nacht durchzufahren und dann tagsüber noch mal zu entspannen/ zu schlafen, bevor wir abends das Konzert spielen. Gerade gab es einen Tag Zwischenaufenthalt in Berlin, hinter uns liegt eine Woche Klassenfahrt, vor uns eine Woche Schweiztour mit einem Abschlussgig am Samstag in Aschaffenburg/ Dschörmennie.