„Bless!“
Von noodt Fri, 25 Aug 2006 05:07:00 GMT
Langenthal, 20.08.06

In Langenthal waren wir schon im März auf unserer Tour, und die Erinnerungen, die wir an dieses verschlafene Nest haben, sind mitunter durchwachsen. Doch nach dem Pensum der letzten 24 Stunden sind wir dem Wahnsinn schon derart nah, dass es im Prinzip egal ist, ob wir gerade in Langenthal oder irgendwo anders sind.
Nun befinden wir uns also auf einem idyllisch illuminierten Marktplatz und auf der Bühne steht eine französische Reggae-Band, die den Leuten sichtlich Spaß macht. Bis zur Geisterstunde ist es nicht mehr lang hin - wie passend! Wir aktivieren die letzten Kräfte mit lauwarmem Instant-Kaffee und Red Bull, dann folgt das übliche Prozedere: Ausladen, Aufbauen, Matze aus seinen Fieberträumen reißen, Soundcheck…
Irgendwie klappt´s doch immer wieder: kaum sind wir auf der Bühne, merken wir von der Erschöpfung fast nichts mehr. Ein drittes und letztes Mal an diesem Wochenende lassen wir uns vom Publikum zu einem grandiosen Konzert hinreißen. Ja, so macht das ganze doch Spaß: Spielen, spielen und nochmals spielen, egal wann, wo und wie lange: Hauptsache es rockt!
Nach diesem Wochenende können wir uns ein bisschen auf die Schulter klopfen: Drei fette Gigs in 24 Stunden, dazwischen drei Stunden Schlaf und sechshundert Kilometer Strecke; und alles hat ziemlich gut geklappt. Wir sind schon ganz schön tolle Typen! Aber schauen wir doch mal hinter die Kulissen: Wie sieht der Tag danach aus? Matze hat seine Viren erfolgreich gestreut, erst sind Tilman und Onkel betroffen, später haut es auch Noodt und Stoew aus der Umlaufbahn. Und dann noch die Episode an der Grenze: Bei der Einreise in die BRD fehlen drei von sechs Persos. Tumult entsteht („Also ich bin mir sicher, dass ich sie euch zurückgegeben habe!“ „Nee, ich hab keinen bekommen.“ „So, jetzt denk mal scharf nach: Wo hast du sie zuletzt gesehen?“ „Welche Hose hattest du denn gestern an?“ „Ruf doch mal im Hotel an.“ „Ich will nach Hause!“ usw.) und es folgt ein etwa halbstündiges Intermezzo der eifrigen Suche in den entlegensten Winkeln des Busses. Kurz bevor die herumstehenden Beamten die Geduld verlieren, tauchen die widerspenstigen Dokumente auf: Hinter einer Plastikverkleidung in der Mittelkonsole. Wo auch sonst?!
Und dann? Dann sind wir nach Hause gefahren. Und nächstes Wochenende geht das gleiche Spiel wieder von vorne los. Yes Rasta, that´s Rock´n´Roll!



freu mich auf morgen!!! losheim wird rocken, egal bei welchem wetter!!!
An dieser Stelle tu ich das, was schon längst fällig is: Jute Besserung Jungs!!!